Wasser im Haus

 

Dieser kleine Artikel soll aufzeigen, was alles schon gegen Feuchtigkeit, Schimmel und Wasser im Haus getan wurde.  

 

In Camaiore regnet es vor allem im Sommer nicht häufig, aber es gibt heftige Gewitter mit großen Regenmengen. Insgesamt regnet es bedeutende mehr als z.B. an meinem Wohnsitz Bad Säckingen.

 

Da das Haus am Hang gebaut ist, kann man nicht vermeiden, dass Wasser von der Hangseite eindringt.

 

Als wir das Haus noch nicht so lange hatten, lief bei starken Regen kleine Bäche auf dem Betonfußboden im Keller entlang; damit sie ablaufen konnten, wurden 2 Bohrungen im Fußboden gemacht und die Schwelle rechts von der Badzimmertür. Heute gibt es so viel Wassereindrang nicht mehr.

An der Kapelle wurden Dachrinnen angebracht. Vor der Kapelle wurde neu betoniert. Die Dachrinne des Vordaches der Eingangstür wurde auch auf den Weg geleitet.

Zwischen Hang und Hauswand wurde ausgeschachtet, die Hauswand mit Noppenfolie belegt und der Kanal wurde mit erdfreiem Bauschutt gefüllt, so dass eindringendes Wasser nach unten abläuft und nicht gegen die Wand.

Rechts von der Haustür wurde die Trockenmauer unter der Kapelle geöffnet, so weit wie möglich ausgehöhlt und wieder mit erdfreien Steinen verfüllt.

Die Strada Communale hat nach oben alle ca. 5 m Quersteine mit schräger Abflussrinne. Diese werden die 30m vom Haus hoch jedes Jahr inspiziert und wieder gängig gemacht, damit das Wasser auf der Strada zum Olivenhain gut abfließen kann und nicht Richtung Haus läuft.  

In einem der ersten Jahre kamen wir aus Deutschland an und an der Seite des Hauptraumes, wo die Treppe nach oben geht, waren bis 80cm hoch verschimmelte Nässeflecken. Auf diesen Flächen wurde der Putz entfernt und durch einen Zementputz ersetzt. Wenn man genau hinschaut, sieht man noch die andere Textur.

Mit den oben beschriebenen Maßnahmen ist die Wand bisher trocken geblieben (und ich glaube nicht, dass die jemals wieder nass wird.)

Als wir das Haus kauften, war die Ecke, in der jetzt der Kühlschrank steht, bis ca. 1m hoch verschimmelt. Um das Wasser von dieser Regenseite wegzubekommen, haben wir nicht nur das Efeu wachsen lassen sondern auch das Vordach auf der Zisterne gebaut, so dass diese Ecke jetzt sehr schön trocken ist. Überhaupt schützt der Efeu nicht nur vor Wasser sondern auch vor Sonne. Meiner Schätzung nach bleibt das Haus im Sommer mit Efeu ca. 2°C kühler.

 

Wir kamen mal (Efeu gab es noch nicht) und die Rückwand des kleinen Wandschranks oberhalb des Waschbeckens war völlig feucht und verschimmelt. Die Rückwand wurde daraufhin gekachelt und ein Drahtgitter in die Tür eingezogen, damit die Speisen im Schrank immer gut trocken liegen. Ist jetzt auch so.

 

Auch gab es mal an der Decke oben große Wasserflecken. Daraufhin wurden die Hohlziegel, auf denen die Dachziegel liegen, mit einer Schmelzteerpappe versehen; d.h. die Teerpappe hatte eine Schicht, die mit der Flamme weich gemacht wurde und damit auf die Hohlziegel aufgeklebt wurde. Seitdem ist das Dach wirklich dicht.

 

Es gibt noch 2 weitere Wassereindringstellen im Schlafraum. Das eine ist der Schornstein. Das meiste Wasser läuft allerdings nach unten durch und muss hinterm Ofen mit einem Eimer aufgefangen werden. Sonst gibt ein eine Wasserschicht unterm Ofen und lässt ihn von unten rosten. Das Wasser, was neben das Edelstahlrohr läuft, macht hässliche Flecken an der Wand im Schlafraum.

Besonders doof ist der Wassereintrag über die Stromleitung. Wenn man da mal hochschaut, sieht man mehrere Reiter auf der Stromleitung und dem Tragseil. Diese sollen das Wasser daran hindern, auf den Seilen direkt bis ans Haus zu fließen. Machen sie aber nur begrenzt.

Am Haus befindet sich noch so ein eingeklemmtes Stück Holz, bei Regen tropft an ihm möglichst das Restwasser ca. 5cm von der Wand entfernt runter. Dies ist alles nicht perfekt und deshalb sieht man recht vom Ofen an der Wand und darüber im Schlafraum immer wieder braune Flecken von eingedrungenem Wasser.

 

Auch das Verputzen der Vorderfront des Hauses diente der Wasserentfernung. (Aber es war auch gegen den Putzverlust. Jedes Jahr rieselten mehrere kg aus der Wand.)

 

Letztendlich sammelt sich das Wasser im Keller, so dass dieser immer sehr feucht war und z.B. Leder, mit dem ich Schlaufen auf ein Brett getackert hatte, damit ich dort Schraubendrehen etc. hineinstecken konnte, nach ein paar Jahren völlig mürbe war. Auch sonst bekam und bekommt so dies und das im Keller Schimmel.

 

Die oben geschilderten Bemühungen, das Wasser von Haus wegzuhalten, können nur begrenzt wirken: Das Haus steht am Hang und Feuchtigkeit dringt von oben ein, und das lässt ich nur teilweise verhindern.

Vor ein paar Jahren habe ich deshalb einen solargetriebenen Lüfter in die Kellertür gebaut; Das Kellerfenster muss immer gekippt bleiben und die Badezimmer Tür offen bzw. sie hast schon seit langem einen Lüftungsschlitz. Und diese Luftzirkulation, die vor allem trockene Sonnenluft in den Keller bläßt, hält den Keller einigermaßen trocken.

Und so funktioniert es eigentlich ganz gut.

Martin Ricken 

 

 

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