Zuweg von Massa über die Strada Bassa Tambura nach Resceto (ca. 500m). Geschichtliche Bedeutung: Verbindung von  Modena mit  Massa unter  Überschreitung der Apenninen und der Apuanischen Alpen. Zweck: Handel und Militär.

 

 

März 1738 beauftragte der Herzog (Ducato) von Modena, Franz III°, seinen Ingenieur, Geograf und Mathematiker, den Abbate (Abt) Domenico Vandelli, zum Bau einer Strasse, die  Modena und Massa vereinigte, ohne den Kirchenstaat, das Großherzogtum Toskana und das Herzogtum von Lucca zu druchqueren.

 

Die Bauzeit dauerte 13 Jahre bis 1751. Die Straße war in ihrer Zeit eine bedeutende Leistung.

Von Modena aus ging die Wegführung nach Pavullo, ins Frignano- Gebiet, dann nach Barigazzo, bergaufwärts nach Sasso Tignoso, über der Stadt Sant’Anna Pelago, und danach weiter bis zum Apennin- Pass, San Pellegrino in Alpe; sodann talabwärts, von Ghiozza nach Garfagnana und, vor Castelnuovo abbiegend, nach Valle dell’Edron, und nach Fabbriche di Careggine. Die Strasse Vandelli überquerte einst die charakteristische Brücke der Stadt Fabbriche die Careggine, jetzt immer überflutet vom Vagli- See bis auf eine der Zehnjahres- Leerungen der Talsperre. 

 

Von hier aus aufwärts Richtung Valle di Arnetola, mit dem steilen Anstieg am Tambura- Pass auf 1634m (Tambura 1895m): dieser Pass, so wie man ihn heute sieht, wurde künstlich mit reichlichen Sprengungen verbreitert (finestra vandelli); von hier aus fällt der Weg steil nach Resceto, einen Niveauunterschied von 1.100 m auf 6 km Länge überwindend,  mit dem Ende in Massa . Im letzten Teil des Weges, der nach Massa führt, sieht man von Weiten die Strasse, die einst zum Marmortransport diente; hier wird jedes Jahre am ersten Augustsonntag, von der Vereinigung „Alta Tambura“ die Wiederaufführung der Lizza -Methode begangen.

 

Beim Bau der Straße wurden neue Vermessungsmethoden angewandt, um eine gleichmäßige Steigung zu erhalten (isoipsae vandellis). Die Straße mußte schwere Lasten tragen können und sollte möglicht wenig Unterhalt erfordern. Viele Steinbrüche, Bergwerke und kleine Fabriken wurden an die Straße angeschlossen. Plätze und kleine Gebäude wurden entlang der Straße gebaut. 1753 begann ein wöchentlicher Postdienst in beide Richtungen (200 bis 300 km) Die Reisezeit betrug mindestens 3 Tage. Im Winter und bei schlechtem Wetter wurde der Weg unpassierbar. Militär bewachte die Straße bis 1814. Räuber wurden bis dahin mit dem Tod bestraft (Pfahllöcher?). Pilger benutzten die Route. Legenden und schlimme Geschichten ranken sich um die Benutzung dieser Staße.

 

 

In den 1850-er jahren kam die Via Vandelli außer Gebrauch und verfiel langsam. Die Benutzung war dann nur noch lokal auf kurzen Strecken.

 

Neue Straßen wurden durch die Ebenen gebaut ohne die Schwierigkeiten des Wetters im hohen Gebirge.

 

Trotz der soliden Bauweise mit Trockenmauern war die Straße verfallen: Wetterstürze und Erdbeben ließen die Hangmauern abrutschen. In den Bergen blieb die Trasse unberührt von Bauarbeiten, wie im Lande unten. Der Parco naturale regionale delle Alpi Apuane und die Comune di Massa hat in unserer Zeit umfangreiche Wiederherstellungs-Bauarbeiten geleistet, vor allem zwischen Resceto und dem M. Tambura. Es ist nun der Sentiero CAI n° 35, der, immer noch wenigen Touristen, den sicheren Zugang zu dieser wunderbaren Berglandschaft mit ihrer großen Aussicht und interessanten Geschichte bietet.-

 

Eine neue Idee des ital. Staates soll ein Tunnel am Tambura zum Abbau und Transport von Marmor sein.--

Gelesen:

-Vacanze in Versilia.

-Wiki.

-Proposta di elenco di siti e di beni da inserire nel “Parco archeologico delle Alpi Apuane” di cui all’art. 114, commi 15 e 16 della legge 23 dicembre 2000, n. 388. Sito N° 10:

10

Via Vandelli

e “vie di lizza” del Padulello, Focolaccia e Mandriola

Massa

Celebre strada costruita dall’Abate Domenico Vandelli, tra il 1738 e il 1751, per unire Massa a Modena, attraverso la Garfagnana, passando per le valli di Arnetola e dell’Edron. E’ stata oggetto di tentativi di cava nelle sue immediate vicinanze ed utilizzata come “via di lizza” dalla metà del XIX secolo. Verso il fondovalle di Resceto giungono altre vie ottocentesche di trasporto a scivolo dei marmi, tra cui quella discendente dalla Focolaccia (con funzioni pure di sentiero di collegamento con Gorfigliano) e dal Padulello (impressionante per continuità incredibile di pendenza).

 

Chr. Fa. 5.09.2009 Aus dem Italienischen, Irrtum möglich

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